Jona 2:9
Eine verständliche Vertiefung zu diesem Vers. Kapitel lesen →
Die Verehrer nichtiger Götzen verlassen ihre Gnade;
Es gibt eine neuere Version dieser Vertiefung.
Was es bedeutet
Du sitzt mitten in einem Gebet, das aus dem Bauch eines Fisches nach oben steigt. Jona hat gerade beschrieben, wie er fast erstickt ist, wie die Wasser ihm bis zur Seele gingen – und jetzt, mitten in dieser Verzweiflung, wirft er einen Satz hin, der fast wie ein Sprichwort klingt: Wer an nichtigen Götzen festhält, gibt damit seine Gnade auf. Im Hebräischen steht da nicht irgendein Wort für "Gnade", sondern chesed – die feste, treue, bindende Liebe Gottes, die Liebe, die einen Bund hält, komme was wolle. Jona sagt: Es sind nicht die Götzen, die dich verlassen. Du bist es, der die treue Liebe Gottes verlässt, indem du dich an etwas klammerst, das buchstäblich nur "Dunst" oder "leerer Atem" ist (das ist die Grundbedeutung von "nichtig" hier).
Das Bittere daran: Jona sagt das über andere – während er selbst gerade erst aus seiner eigenen Flucht vor Gott gefischt wird. Er ist auf dem Weg nach Tarsis geflohen, weil er Gottes Gnade für Ninive nicht wollte. Wer klammert sich hier eigentlich an etwas Wertloses – die Heiden auf dem Schiff, die Niniviten