Psalmen 42:5
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Daran will ich denken, und meine Seele in mir ausschütten, wie ich dahinzog im Gedränge, sie führte zum Gotteshaus unter lautem Lobgesang, eine feiernde Menge.
Es gibt eine neuere Version dieser Vertiefung.
Was es bedeutet
Lies den Satz langsam: "Daran will ich denken." Das ist kein Zufall, kein Gedanke, der ihm einfach so durch den Kopf schwirrt – der Beter entscheidet sich bewusst, sich zu erinnern. Und woran erinnert er sich? An einen ganz konkreten, körperlichen Moment: er zog mitten im Gedränge, in der drängenden, lärmenden Menschenmenge, zum Tempel hinauf. Er führte womöglich selbst die Prozession an – die Söhne Korachs, denen dieser Psalm zugeschrieben wird, waren Tempelsänger, also gut möglich, dass er buchstäblich vorne dabei war. Um ihn herum: laute Lobgesänge, eine "feiernde Menge" – kein stilles, andächtiges Beten, sondern ein tosendes, jubelndes Fest.
Was hier leicht zu überlesen ist: dieser Vers ist keine reine Freude, sondern ein Schmerz, der sich als Erinnerung tarnt. "Meine Seele in mir ausschütten" ist ein Ausdruck von Trauer, nicht von Nostalgie im gemütlichen Sinn. Er erinnert sich genau deshalb, weil die Erinnerung wehtut – weil er jetzt weit weg ist von genau diesem Ort, dieser Menge, diesem Lärm der Anbetung. Dieser Vers steht im größeren Bogen des Psalms unmittelbar vor dem berühmten Refrain "Was betrübst du dich, meine Seele" Tyndale, der später wörtlich wiederkehrt ( Psalm 42:11 und 43:5). Man kann also sagen: dieser Vers ist der Moment, in dem der Schmerz am konkretesten wird, bevor der Beter sich selbst zur Ordnung ruft und zur Hoffnung zwingt.
Wo Christen unterschiedlich lesen: manche sehen hier v