Vertiefung

Psalmen 23:4

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Und ob ich schon wanderte im finstern Todestal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trösten mich!

Kommentare

Auszüge aus veröffentlichten Kommentaren, die die Auslegung untermauern.

Keil-Delitzsch Old Testament CommentaryV. 4

Stab und Stecken sind hier nicht sowohl die des Pilgers, welches ein verwirrendes Übergehen zu einer anderen Figur sein würde, sondern die Jahves, des Hirten (שׁבט, wie in Mic 7,14, und im Zusammenhang damit, vgl. Num 21,18, משׁענת als Ergänzung des Bildes), als Mittel der Leitung und Verteidigung. Der eine Stab, den der Hirte zur Leitung der Herde aufhält und auf den er sich stützt und ängstlich über die Herde wacht, hat in der Vorstellung der Idee eine doppelte Form angenommen. Dieser Stab und Stecken in Gottes Hand trösten ihn, d.h. bewahren ihm das Gefühl der Sicherheit und daher einen fröhlichen Geist. Auch wenn er durch ein so dunkles und düsteres Tal wie der Schatten des Todes geht, wo Überraschungen und Heimsuchungen jeder Art ihm drohen, hört er kein Unglück. Die LXX verengt das Bild, indem sie בגיא nach dem Aramäischen בּגוא, Dan 3,25, mit ἐν μέσῳ wiedergeben. Das Nomen צלמות, das in dieser Passage zum ersten Mal in der alttestamentlichen Literatur vorkommt, ist ursprünglich kein Kompositum; aber da es von einem Verbum צלם, Arab. ḏlm (Wurzel צל, Arab. ḏl), beschatten, verdunkeln, nach der Form עבדוּת gebildet ist, aber צלמות ausgesprochen wird (vgl. חצרמות, Hadra-môt = der Hof des Todes, בּצלאל im-Schatten-Gottes), bedeutet es den Schatten des Todes als ein Epitheton der furchtbarsten Finsternis, wie des Hades, Hiob 10,21, aber auch eines Bergbaustollens, Hiob 28,3, und besonders der Finsternis, wie sie sich in einer wilden, menschenleeren Wüste fühlbar macht, Jer 2,6. Nachdem das Bild des Hirten in Psa 23,4 verblasst, erscheint das des Gastgebers. Seine Feinde müssen ruhig zusehen (נגד wie in Psa 31,20), ohne etwas tun zu können, und sehen, wie Jahve für seinen Gast reichlich sorgt, ihn mit süßen Düften salbt wie bei einem freudigen und prächtigen Mahl (Psa 92,11), und seinen Becher bis zum Überfluss füllt. Was gemeint ist der…

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Matthew Henry Bible CommentaryV. 4

Viele von Davids Psalmen sind voller Klagen, aber dieser ist voller Tröstungen und Ausdrücke der Freude an Gottes großer Güte und Abhängigkeit von ihm. Es ist ein Psalm, der von guten Christen gesungen worden ist und wird, solange die Welt steht, mit großer Freude und Zufriedenheit. I. Der Psalmist beansprucht hier die Beziehung zu Gott als seinem Hirten (Ps 23,1). II. Er berichtet von seiner Erfahrung der gütigen Dinge, die Gott für ihn als sein Hirte getan hat (Ps 23,2, Ps 23,3, Ps 23,5). III. Daraus folgert er, daß ihm kein Gutes mangeln sollte (Ps 23,1), daß er kein Übel zu fürchten brauchte (Ps 23,4), daß Gott ihn niemals verlassen noch verstoßen würde auf eine Weise der Barmherzigkeit; und daher beschließt er, Gott niemals zu verlassen noch zu verstoßen auf eine Weise der Pflicht (Ps 23,6). Hierin hatte er gewiß nicht nur den Blick auf die Segnungen von Gottes Vorsehung, die seine äußere Lage wohlhabend machten, sondern auf die Mitteilungen von Gottes Gnade, empfangen durch einen lebendigen Glauben und erwidert in einer warmen Andacht, die seine Seele mit unsagbarer Freude erfüllte. Und wie er im vorhergehenden Psalm Christus dargestellt hatte, der für seine Schafe stirbt, so stellt er hier Christen dar, die den Nutzen der ganzen Fürsorge und Zärtlichkeit jenes großen und guten Hirten empfangen. Ein Psalm Davids.

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Tyndale Open Study NotesV. 4

23:4 Der Hirte gebrauchte seinen Stab und seine Krummstab, um Gefahren abzuwehren.

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Querverweise

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